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Poster (A2)
weisserhirsch
Poster (A2)
594 mm x 420 einseitig 4/0-farbig, ohne Rahmen

Der Mittagshirsch
Fotografie einer Aquarellmalerei von Heinz Zanin
Zur Website des Künstlers

Preis: 11.90 EUR

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Als „Hirschgott“ oder „Geweihgott“ wird in der Archäologie eine männliche Gestalt mit Hirschgeweih benannt, die häufig in einer sitzenden, manchmal an den Lotussitz oder einen meditierenden Buddha erinnernden Haltung dargestellt wurde. Oft ist der Geweihgott bärtig dargestellt, manchmal als Jüngling, meist aber als reifer Mann. Weitere Attribute sind ein Füllhorn oder ein Torques (ein Art Ring) und eine oder mehrere Schlangen (oftmals die sogenannte „Widderhornschlange“). Die bekannteste Darstellung, die mit dem Geweihgott in Verbindung gebracht wird, ist das Relief auf dem 1891 in Dänemark gefundenen Kessel von Gundestrup, dessen Herkunft im östlichen Siedlungsgebiet der Kelten verortet wird.

Der Mythos vom weißen Hirschen gehört wahrscheinlich zu den ältesten Erzählungen der Menschheit. Weiße Hirsche sind mythische Wesen mit weißem Fell und betörend blauen Augen, deren Ursprung noch heute geheimnisumwittert ist. Weiße Hirschen werden auch als „Wegweiser beziehungsweise als Führer in die Anderswelt“ betrachtet.

Der Mittagshirsch ist eine Geistererscheinung, die meist in der Mittagszeit im August zu sehen ist. Der Mittagshirsch ist ein weißer, majestätischer Hirsch. Meist verbirgt er sich im Dickicht, aber in den heißen Mittagsstunden des Sommers tritt er manchmal aus dem Wald heraus und steht dann lange und unbeweglich still, weiß leuchtend vor der dunklen Blätterwand. Zwischen dem Geweih trägt er eine goldene Scheibe, leuchtend wie die Sonne. Die heißen Mittagsstunden des Sommers gehören ihm, da übt er seine Macht aus. Doch woher hat der Mittagshirsch diese Macht? Nun, manche sagen er sei ein Gott.

Bei seinem Erscheinen ist plötzlich alles ganz anders und verändert. Für die Augen scheint es, als ob sich die ganze Welt in Wellen auflösen würde. Die Vögel schweigen mit einem Schlag, und sogar die frechen Grillen verhalten sich ängstlich, abwartend und still.

Die Sprache der Landschaft verändert sich dann wirklich und merklich spür- und fühlbar. Die Hitze wird flirrend, herausfordernd, ja sogar drohend. Eine große Stille wirft sich von obenher über die Landschaft. Man spürt, dass ein Mächtiger die Herrschaft angetreten hat.

Diese Stille ist gespannt und voll Inhalt. Die Menschen lässt der Mittagshirsch jedoch erschlaffen,   trotzdem werden sie unruhig und erregt. Sie steigen aus der Wirklichkeit heraus und vermeinen Dinge wahrzunehmen, die sie sonst nicht sehen können. Sie hören Rufe und Lockungen und reden mit Steinen, Tieren und Pflanzen.

Der Hirschgott geht vermutlich auf die indoeuropäischen Skythen zurück. Doch auch bei den Kelten finden wir einen Hirschgott, sein Name ist Cernunnos. Er gehört zu den ältesten Gottheiten und geht wahrscheinlich auf die steinzeitlichen Rentierjäger zurück.

Wie bereits erwähnt, steht der weiße Hirsch mit der Anderswelt in Verbindung. Genauso wie der keltische Cernunnos, der in Beziehung zu dem keltischen Samonios, Allerseelen, im Angesicht der unvergänglichen, todlosen Seele zu betrachten ist.

Im Christentum lebte der weiße Hirsch dann als Hubertushirsch weiter, doch die goldene Sonnenscheibe zwischen seinem Geweih wurde durch ein Kreuz ersetzt. Von diesem Hintergrund aus betrachtet, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass  der Gedenktag von Hubertus der 3. November ist, dass ist genau die Zeit von Samonios.

Neben dem mythischen weißen Hirschen gibt es auch in der Natur immer wieder weiße Hirschen. Schon in mittelalterlichen Sagen war von einem weißen Hirsch die Rede, und selbst heute noch gelten diese Tiere als etwas Besonderes. Wer einen weißen Hirsch tötet, stirbt innerhalb eines Jahres: Dieser Mythos unter Jägern rankt sich um die außergewöhnlichen Tiere, die es im nordhessischen Reinhardswald in vergleichsweise großer Zahl gibt. Der Mythos wirkt so wie es aussieht bis heute nach: Laut dem zuständigen Landkreis Kassel ist seit Jahren kein weißer Hirsch mehr geschossen worden. Stattdessen seien sich Jäger und Naturschützer einig, die weißen Tiere wegen ihrer Besonderheit zu erhalten.



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